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Landestreffen der Freundeskreise in Meppen
Wesentliche Säule des Gesundheitssystems
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Autor: Heinz-Gerd Stahl 29. August 2010 14:46 Uhr

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Zur 35-jährigen Abstinenz gratulieren Josef Knuck und Alfred Hinrichs Werner Rickermann (v.l.). Foto Heinz-Gerd Stahl
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Meppen. Die niedersächsischen Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe haben auf dem „Kossehof“ in Meppen das diesjährige Landestreffen veranstaltet. Ausrichter war der Freundeskreis Emsland e.V..
Regionalvetreter Josef Knuck begrüßte rund 160 Teilnehmer und weitere Gäste. Nach einem ökumenischen  Gottesdienst, dem Pastor Krüger sowie Diakon Anton Reinert vorstanden, berichtete Landesvorsitzende Elisabeth Steger von den Veränderungen seit Gründung des Landesverbandes vor 30 Jahren und seit der Gründung des Freundeskreises Emsland vor 35 Jahren. Gleich geblieben sei „die Beständigkeit, mit der wir unsere Freundeskreise und Gruppen besuchen können“. Hier gebe es Menschen, die Verständnis zeigten für andere, die gerade schwere Zeiten durchmachten, und ihnen Hilfestellung gäben.
Die Freundeskreise hätten sich seit ihrer Gründung immer fortentwickelt, hob der Geschäftsführer des Freundeskreis Emsland, Alfred Hinrich, hervor. Bedenklich sei jedoch, dass häufig junge Leute fehlten. Wenn heute durch Qualitätsmanagement versucht werde, die Leistungen zu verbessern, sei dies durchaus sinnvoll. Dies müsse aber in erster Linie unter dem Aspekt, dem Klienten die bestmögliche Hilfeleistung zu ermöglichen, geschehen, mahnte Hinrichs. „Der Mensch ist Mittelpunkt sozialarbeiterischer Tätigkeit“. Dies müsse sowohl für professionelle Hilfseinrichtungen wie auch für die Selbsthilfegruppen immer im Blickpunkt stehen.
Für 35-jährige Abstinenz bedankten sich Josef Knuck und Alfred Hinrich bei Werner Rickermann von der Praxis für Alkoholgefährdete (Twist). Die verschiedenen Wege in die Sucht und aus der Sucht skizzierte Dr. Markus Weiß vom St.-Vinzenz-Hospital Haselünne. Auch gebe es nicht „den Alkoholkranken“, sondern  viele Menschen mit Alkoholproblemen.
Die Grüße der Stadt Meppen übermittelte die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Stief-Kreihe. Sie ging auf den Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen ein, der trotz verstärkter Prävention und Öffentlichkeitsarbeit immer mehr zunehme. Ein gesellschaftliches Problem seien die verschieden Formen der Sucht. So sei die Arbeit der Selbsthilfegruppen weiter dringend notwendig.
Als „wesentliche Säule in unserem Gesundheitssystem“ bezeichnete Henni Krabbe, Sozialdezernentin des Landkreises Emsland, die Selbsthilfegruppen. Das große Netz im Emsland sei einerseits erfreulich, es zeige aber auch, dass die Suchtproblematik allgegenwärtig sei.
Dank sprach auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im ev.-luth. Kirchenkreis, Rüdiger Laack, den Freundeskreisen aus. Hier werde den Menschen Hilfe zur Freiheit angeboten. Dies sei praktizierte Nächstenliebe. Respekt und Anerkennung zollte auch Werner Henseleit von der AOK dem Freundeskreis.
Der Nachmittag gehörte dem Männergesangverein „Rheingold“ Haselünne und dem Gospelchor Moving Spirit“.
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(Quelle: http://www.noz.de/lokales/47328014/wesentliche-saeule-des-gesundheitssystems)
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