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Qi Gong in Goslar
2010 fanden in unserer Region zwei Seminare zum Jahres-Thema S.O.G statt.
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„Ganzheitlich Gesund: Qi Gong als Möglichkeit, die innere Balance zu finden“ hieß es im Frühjahr. An dem Seminar nahmen Mitglieder aus den beiden Goslarer Freundeskreisen und Osterode teil. Anleiter war Karl-Heinz Hangebruch,  er ist klinischer Bewegungstherapeut und hat das Qi Gong der vier Jahreszeiten bei Meister Zheng Yi erlernt .
Im Vorfeld stellten einige Mitglieder die Frage, wo denn der Unterschied zwischen Qi Gong und TaiChi ( Taiji Quan ) sei. Tatsächlich sind die Übungen und ihre blumigen Namen ja oberflächlich betrachtet ziemlich ähnlich. Während Taiji Quan ( Schattenboxen ) jedoch von den daoistischen Mönchen entwickelt wurde, um ihren Schülern den Weg zur inneren Erleuchtung zu erleichtern (ganz grobe Vereinfachung von mir), wurde Qi Gong von chinesischen Ärzten entwickelt.
Qi Gong ist eine der 5 Säulen der traditionellen Chinesischen Medizin ( TZM ) Der Name setzt sich aus den chinesischen Zeichen Qi: Atem, Lebensenergie, Geist und Gong : langes, beharrlichen Üben, Fähigkeit zusammen.
Grundlage sind die Lehren von Yin und Yang und die der Körpermeridiane, die in Zusammenhang mit der Akupunktur sicher schon bekannt sind. Diese Meridiane stellen Verbindungen zwischen den Körperregionen und bestimmten Organen dar und versorgen im Idealfall alle Organe mit der Lebensenergie Qi.
Falsche Lebensgewohnheiten stören diesen Energiefluss, aber auch negative Gefühle. Wir haben gemeinsam festgestellt, dass auch in unserem Sprachgebrauch noch Reste von diesem alten medizinischen Wissen vorhanden sind (etwas geht mir an die Nieren; dem ist eine Laus über die Leber gelaufen).
Die Qi Gong-Übungen sind so aufgebaut, dass Blockaden auf diesen Meridianen gelöst werden und Energiestaus sich abbauen. Ziel ist ein Ausgleich von Yin und Yang. Der harmonische Qi- Fluss ist eine Grundvoraussetzung für Gesundheit. Qi Gong wird in China als Medizin eingesetzt. Wer z. B. Depressionen hat, bekommt erst einmal keine Tabletten sondern bestimmte Qi Gong-Übungen verordnet.
Karl-Heinz war es deshalb auch sehr wichtig, uns den Hintergrund zu den jeweiligen Bewegungsabläufen aus dem Qi Gong der vier Jahreszeiten und den dazu gehörenden Affirmationen (Vorstellungen) zu erklären und durch mehrmaliges Wiederholen die Wirkung zu verdeutlichen.
Die Teilnehmer/Innen waren zwischen 35 und 72 Jahre alt. Ein oder zwei durchaus sportlich, andere weniger, die meisten eher unsportlich. Trotzdem konnten alle die Übungen mitmachen. Ziel war ja eben gerade nicht irgendeine Spitzenleistung, sondern die Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens jedes einzelnen.
Das Seminar soll im Frühsommer 2011 fort geführt werden. |