Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Niedersachsen e. V.

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Vorstellung Sucht und Suchtkrankenhilfe in Zeiten von Corona

Der Freundeskreis (FK) für Suchtkrankenhilfe in Göttingen ist nicht nur ein Zusammenschluss von acht Selbsthilfegruppen, sondern auch ein fester Netzwerkpartner in der Suchtkrankenhilfe und der Suchtprävention.

So nimmt der FK seit Jahren am regionalen Arbeitskreis für betriebliche Suchthilfe in Göttingen (RabS) teil und ist auch bei vielen betrieblichen Präventionsveranstaltungen vertreten. Neben diesen Veranstaltungen wirkt der FK immer wieder bei Fortbildungen mit. So bieten wir z. B. Hospitationsplätze in unserer Infogruppe und sind fester Bestandteil bei verschiedenen Bildungsträgern, wenn es um die Themen Sucht und Selbsthilfe geht.

So erreicht uns Ende Februar eine Anfrage, ob wir uns und unsere Arbeit den Studierenden des dualen Studiengangs "Soziale Arbeit" in der Berufsakademie Göttingen vorstellen könnten. Schnell war mit der Dozentin Frau J. Szturmann ein passender Termin für den 29.04.2020 vereinbart.

In der Regel kommen wir dann vor Ort und stellen erst unseren Verein und die Selbsthilfe vor, gefolgt von der persönlichen Suchtgeschichte. Da die Teilnehmer meistens gut vorbereitet sind, folgt daraufhin eine Frage-Antwortrunde wobei auf das Thema Sucht und der Umgang damit tiefer eingegangen werden kann.

Wie wir alle wissen, kam dann das Corona Virus mit allen seinen Folgen.

14 Tage vor dem Termin habe ich mich noch mal mit der Dozentin kurzgeschlossen, wie es nun aussieht und ob die Veranstaltung stattfindet. Wie in vielen Einrichtungen findet jetzt auch hier das Studium online statt. Aus den Erfahrungen in meiner eigenen Selbsthilfegruppe mit Video-Telefonkonferenz einigten die Dozentin und ich uns, dass wir unsere Veranstaltung online machen.

Die Berufsakademie Göttingen und die Dozentin waren technisch und organisatorisch gut vorbereitet, sodass ich direkt mit meiner Vorstellung oder besser gesagt mit dem Vortrag beginnen konnte. Zum Einsatz kam das Programm Adobe Connect. Dieses Programm war für mich neu, so dass ich die ersten Sätze noch ohne Kamera sagte, aber durch die eingebaute Chatfunktion machten uns die Teilnehmer schnell darauf aufmerksam. Für mich war es sehr gewöhnungsbedürftig, dass ich die Teilnehmer, die stummgeschaltet waren, nicht sehen konnte. Nach meinem Vortrag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Fragen anzumelden. Doch nach erstem Zögern beteiligten sich die Studierenden und so konnten offene Punkte noch besprochen werden.  

Es freut mich, dass es diese technischen Möglichkeiten ermöglichen, unsere Arbeit fortzusetzen. Für mich war diese Art einer Vorstellung ganz neu. Ich vermisste vor allem den direkten Kontakt, das persönliche Feedback fehlt. Wenn ich so eine online Vorstellung noch mal mache, werde ich Zwischenfragen erlauben, um besser auf die Bedürfnisse der Zuhörer einzugehen. Auch fände ich es hilfreich, wenn beim nächsten Mal diese Konferenz moderiert würde, es war ungewohnt zu sprechen und dann noch online auf die Belange der Teilnehmer einzugehen.

Ich bedanke mich recht herzlich für diese Chance, bei den Studenten die mich eingeladen haben, bei Frau J. Szturmann für die tolle Zusammenarbeit und bei der Berufsakademie Göttingen für die Bereitstellung der technischen Möglichkeiten.

Jürgen Fischer
FK Göttingen